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Gastartikel von Christine Spindler vom Blog www.cholesterin-blutfett.com

Wie Stress Ihre Cholesterinwerte beeinflusst

Stress schadet der Gesundheit: Er treibt den Blutdruck in die Höhe, kann den biologischen Rhythmus durcheinanderbringen und kann laut aktuellen Erkenntnissen auch den Cholesterinspiegel beeinflussen – und zwar negativ. Das liegt daran, dass ein gestresster Körper häufig dazu neigt, mehr minderwertiges als hochwertiges Cholesterin herzustellen. Dadurch steigt der Wert an schlechtem LDL-Cholesterin an und das gute HDL-Cholesterin sinkt.

Die Folge ist, ganz unabhängig von der Ernährung und dem Lebensstil, dass die Verfettung und sogenannte Verkalkung der Arterien stärker und schneller voranschreiten könnte, als es ohne erhöhten Stress der Fall ist.

Beeinflusst Stress den Cholesterinwert?

Natürlich kommt es hier auch auf den Cholesterinwert an, den man fernab der Stresseinwirkungen vorweist. Menschen, die gesund leben und daher weniger mit einem erhöhten Cholesterinspiegel zu kämpfen haben, haben diversen medizinischen Studien nach deutlich weniger Probleme, die durch die Kombination Stress und zu hohe Cholesterinwerte ausgelöst werden. Alarmierend ist aber, dass übergreifend ein sehr viel höheres Gesundheitsrisiko verzeichnet werden konnte. Das bedeutet, dass durch Stress auch vermehrt diejenigen unter schlechtem LDL-Cholesterin leiden können, die sonst einen normalen Cholesterinwert vorweisen. Noch stärker betroffen sind demnach jedoch die Menschen, die bereits ohne Stress unter erhöhten Cholesterinwerten leiden. Denn hier waren negative Folgen rund dreimal so häufig.

Der Grund liegt darin, dass Stress den Körper dazu anregt, mehr Energie durch Glukose und Fettsäuren zu gewinnen. Dadurch wird jedoch erheblich mehr schlechtes LDL-Cholesterin produziert als vergleichbar üblich. Die durchschnittlichen Messwerte beriefen sich bei den meisten Studien auf Testreihen, die rund drei Jahre durchgeführt wurden. Allerdings waren nur die wenigsten Probanden Dauerstress ausgesetzt. Das lässt darauf schließen, dass sich auch gelegentlicher Stress negativ auf den Cholesterinspiegel und somit ebenso auf die Gesundheit sowie auf das körperliche Wohlbefinden auswirkt.

Gut zu wissen: Diese Dinge beeinflussen den Cholesterinspiegel

Aber Stress ist niemals der einzige Grund für einen erhöhten Cholesterinwert. Stress erhöht nur das Risiko auf eine gesundheitlich schädliche Höhe. Die tatsächlichen Gründe für einen zu hohen Cholesterinspiegel können enorm vielfältig sein. Einige Beispiele sind eine zu fettreiche Ernährung, ein zu geringes Maß an Bewegung, ein zu hoher Alkohol- oder Nikotingenuss, aber auch die Vererbung, unter einem Überschuss an schlechtem Cholesterin zu leiden. Nicht selten kommen auch einige Faktoren zusammen, die einen zu hohen LDL-Wert begünstigen. Um gesund zu leben, genügt es nicht, nur stressfreier zu leben. Man sollte gegebenenfalls auch eine Umstellung des Lebensstils überdenken und einen Arzt zur genauen Abklärung der Ursache aufsuchen.

Christine Spindler ist Expertin auf dem Gebiet Gesundheit, mit Spezialbereich Cholesterin und Blutfette, und betreibt zu diesem Thema den Blog www.cholesterin-blutfett.com

Diese Informationen ersetzen jedoch keinen Rat eines Arztes oder Apothekers.

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